Nach Apple meldet nun auch der schärfste Widersacher Samsung, dass er deutlich weniger Smartphones verkauft hat als im Jahr zuvor. Nachdem das Weihnachtsgeschäft für beide Unternehmen nicht so erfreulich lief wie erwartet, sind nun die Prognosen für das kommende Jahr nach unten korrigiert worden. Die Börse reagierte zunächst zurückhaltend und schlussendlich kam es dennoch nicht zu schwerwiegenden Abwertungen des Aktienwertes. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass die künftige Gesamtentwicklung positiv gesehen wird.

Apple hat im Moment ungefähr eine Milliarde iPhones im Umlauf, hier sind natürlich auch die älteren Geräte mit eingerechnet. Die Zahl spiegelt die Geräte wider, die im Moment auch tatsächlich genutzt werden. Auf der einen Seite bedeutet dies, dass langsam aber sicher der schon seit längerem prognostizierte Zustand der Sättigung eintritt: Die Menschen sind mit dem Gerät, das sie gerade benutzen, zufrieden. Es besteht für viele kein Handlungsbedarf, sich ein neues Smartphone zuzulegen. Ein Grund, der dies begünstigt, ist der reduzierte Preis für den Batteriewechsel, so hat dieser bei Apple vor ein paar Jahren noch 89 Euro gekostet, dieser ist um knapp 50 Euro gesenkt worden. Diese Maßnahme hat viele Nutzer dazu veranlasst, ihr Gerät mit einem neuen Akku auszustatten statt sich ein neues zuzulegen. Weiterhin sind es auch Händler wie mresell.de, die dafür sorgen, dass die Menschen sich überlegen, eher ein generalüberholtes statt ein neues Smartphone zu kaufen.

Der zweite Grund für die rückläufigen Verkaufszahlen liegt in der nur minimalen Weiterentwicklung der Geräte. Bis vor ein paar Jahren noch wurde jede Präsentation des neuen iPhones in alle Welt live übertragen. Das Interesse hat jedoch deutlich nachgelassen und das liegt weniger am Führungswechsel des Konzerns, sondern darin begründet, dass das neue Modell kaum besser geworden ist als das alte. Dies ist für das Unternehmen aber kein Problem, denn das Geld soll künftig anders verdient werden. Ziel des Konzerns ist es, weiter in den Markt der Dienstleistungen einzusteigen. Dazu gehört der eigene Musikstreamingdienst, der nach Spotify mittlerweile der zweitgrößte ist. Ein Konkurrent zu Netflix ist ebenso in Arbeit; hier darf davon ausgegangen werden, dass Apple in der Lage sein wird, Netflix auf Augenhöhe anzugreifen. Die Kassen des Konzerns sind prall gefüllt, für Apple ist es somit ein Leichtes, genügend Filme und Serien zu produzieren, die Netflix die Nutzer streitig machen können. Apple hat dabei einige Vorteile: Der Konzern hat bereits über eine Milliarde Nutzer, diesen nun den neuen Dienst schmackhaft zu machen, sollte Apple leicht fallen. Hier ergeben sich viele Möglichkeiten.

Die Aussichten überzeugen auch die Aktionäre, sie glauben weiter fest an einen erfolgreichen Apple-Konzern. Es bricht eine interessante Zeit an, für die Nutzer wird es in Zukunft deutlich mehr Angebote geben als bisher. Die Konzerne müssen wieder mehr bieten, denn die Gewinne mit den Geräten gehen zurück und gleichzeitig ist das Geschäft mit dem Verkauf der Kundendaten auch endlich. Somit ist der Kunde wieder König, er darf sich umgarnt fühlen.

Author emma
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