Es gibt viele unterschiedliche Arten von Design. Auch im Internet ist Design ein wichtiger Aspekt. Aber wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Mediendesign”, Webdesign und Grafikdesign? Sind das nicht nur drei verschiedene Beschreibungen für die gleiche Sache? Und worum genau handelt es sich eigentlich bei Kommunikationsdesign? Ist Design nicht immer das Gleiche? Da es damit nicht getan ist, wollen wir heute einen Blick auf die Unterschiede werfen.

Bei Kommunikationsdesign und Grafikdesign handelt es sich um Studiengänge. Um genau zu sein, eigentlich sogar um den gleichen. Allerdings mit verschiedenen Studien-Modulen und unterschiedlich gesetzten Schwerpunkten, die sich auch von Hochschule zu Hochschule oder von Ausbildungsbetrieb zu Ausbildungsbetrieb voneinander unterscheiden können.

Grafikdesign ist hierbei der deutlich ältere Begriff, mit dem alle Berufe, die sich damit befassen bezeichnet werden. Der Begriff wurde in einer Zeit geprägt, als man Medien noch analog gestaltet hat. Beispielsweise Logos für Firmen, Zeitungen sowie Zeitschriftenlayouts oder die Gestaltung eines Buchrückens. Der Fokus lag damals also vornehmlich auf Printmedien. Heutzutage aber sind viele Dinge nicht mehr analog, sondern digital, wie zum Beispiel Websites. Viele der heute gestalteten Produkte sind nicht mehr nur Produkte. Sie sollen etwas kommunizieren. Die Arbeit, solche Medien zu designen nennt man heute eben auch gern Kommunikationsdesign.

Im Studium Mediendesign hingegen konzentriert man sich noch sehr viel mehr auf Medien, die nur in digitaler Form existieren. Audiovisuelle Medien und Apps beispielsweise. Hierfür werden nicht nur die gestalterischen Fähigkeiten als solche benötigt, sondern oft auch Bruchstücke der Programmierung. Grundsätzlich lässt sich wohl sagen, dass das Studium zum Mediendesigner zum einen das Arbeiten an und für Medien in digitaler Form, Fotografiearbeiten und Interaktionsdesign, jedoch auch Websiten und Programmierung bedeutet. Selten kommen Grafiken hinzu.

Aber macht das nicht ein Webdesigner? Nein! Der Webdesigner beschäftigt sich nicht damit, wie eine Website aussieht, sondern mit ihren Inhalten. Wie sind diese aufgebaut? Print-Medien werden von ihm nicht gestaltet. Wenn er also beispielsweise für die Firma Vässla arbeitet, gestaltet er nicht die Bilder, die dort veröffentlicht werden, er designt auch keine Flyer oder sonstige Printmedien, sondern den Aufbau der Website. Hier steht die Programmierung nicht im Hinter-, sondern im Vordergrund.

Die Unterschiede in Kürze

Grundsätzlich kann man also das folgende feststellen:

Grafikdesign, auch genannt Kommunikationsdesign beschäftigt sich vordergründig mit dem Gestalten von Printmedien, wie Flyern, Broschüren oder Firmenlogos, aber auch Büchern und Postern. Auch Illustrationen, das Entwickeln neuer Schriftarten und das Design von Verpackungen stehen hier im Mittelpunkt.

Mediendesign hat seinen Fokus im Gestalten digitaler Medien wie beispielsweise Videoschnitt, Apps und die mediale Gestaltung von Websites. Studenten des Mediendesigns oder Auszubildende in diesem Bereich lernen oftmals auch die Grundsätze der einfachen Programmierung.

Beim Webdesign hingegen liegt der Fokus nicht auf den Grafiken, die auf einer Website gezeigt werden, sondern auf dem visuellen Aufbau einer Website. Hier wird viel mit Programmierung und weniger mit Programmen wie Photoshop gearbeitet. Mit Printmedien beschäftigt sich ein Webdesigner in aller Regel nicht.

Author emma
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