Mit den neuen Geräten die unter den Begriff Smarthome und Internet of Things fallen lassen sich viele Dinge automatisch und von unterwegs steuern, zum Beispiel die Beleuchtung, die Rollläden und sogar die Heizung. Selbst die Türklingel schickt einen Live-Videofeed aufs Handy, wenn jemand vor der Tür steht. Und im Haus selbst dreht sich die Überwachungskamera ständig um sich selbst und schaut, ob es verdächtige Bewegungen gibt. Und alle Geräte sind mit dem Internet verbunden. Nur: Wie sicher ist das Smarthome vor den Zugriffen Fremder?

Wie ein Angriff aussehen kann
Fremde können versuchen, sich Zugang zur Kamera zu verschaffen. Viele Kameras haben einen einheitlichen Account für Administratoren und ein einfach zu erratendes Passwort. So kann ein Einbrecher sehen, ob jemand zu Hause ist und die Kamera ausschalten. Gleiches gilt für die Türklingel: sobald man Zugang zum Router hat, kann man auch diese ansteuern und außer Gefecht setzen. Schlimmer kommt es wenn Ihnen jemand Schaden zufügen will: Dann kann ein Datendieb über ihre Geräte sich Zugriff aufs Netzwerk verschaffen und zum Beispiel einen Trojaner oder Malware installieren, die heimlich ihre Tastaturbelegungen aufzeichnet oder gleich die Passwörter ausliest. Damit hat man dann Zugriff zum Beispiel auf Bankkonten, auf PayPal oder auf ihren Amazon-Zugang.

Mehrere Verteidigungslinien
Man muss wissen, dass es keine wirkliche 100prozentige Sicherheit gibt. Selbst die allmächtige NSA hatte einen Edward Snowden, der Geheimnisse verraten konnte. Sicherheit fängt immer beim Menschen an: Sie sollten Sicherheit ernst nehmen und auch umsetzen. Das bedeutet:

  • Alle Standardpasswörter ändern: Vom Router bis zur Kaffeemaschine – ändern sie alle Passwörter, aber verwenden sie nicht immer das Gleiche. Legen Sie sich einen Passwortmanager zu.
  • Je weniger Geräte mit dem Internet verbunden sind umso geringer ist die Angriffsfläche. Benutzen Sie Geräte die per Kabel mit dem Router verbunden sind, sie können schwieriger abgehört werden.
  • Spielen Sie alle Updates auf. Mindestens einmal im Monat sollten Sie bei allen Geräten überprüfen, ob es ein Update gibt und dieses auch installieren. Das mag Zeit kosten, aber Geräte mit alten Lücken sind ein beliebter Angriffspunkt.
  • Ans Undenkbare denken: Der Strom kann ausfallen oder unterbrochen werden. Wie sieht es dann mit der Sicherheit aus? Ein Smartlock ersetzt noch nicht wirklich ein echtes gutes Türschloss. Und wenn die Waschmaschine ausläuft, hilft auch eine Internet-Kaffeemaschine nichts.
  • Datenschutz bedenken: Viele Firmen speichern Daten aus den Geräten auf ihren Servern. Sie haben dann meist wenig Kontrolle darüber, was mit diesen Daten geschieht. Auch hier ist es besser, so wenig Daten wie möglich zu produzieren.
Author emma
Published
Categories Technologien