Sie leuchten und brummen und erinnern daran, dass man sich eine Stunde lang nicht bewegt hat: Fitnessarmbänder sollen uns gesünder machen. Aber zeigen sie uns wirklich an, wieviel Kalorien wir verbraucht haben?

Viele Verbrauchermagazine und sogar Universitäten haben die Geräte getestet. Die Stiftung Warentest bemängle in einem Test 2016 das nur zwei von zwölf Geräten als gut bezeichnet werden konnten. Gründe für die Bewertung gibt es viele.

Schrittzähler
Wer schon zwei verschiedene Bänder oder Smartuhren verwendet wird feststellen, dass sie unterschiedliche Schrittzahlen anzeigen. Der Grund dafür sind unterschiedliche Bemessungsgrundlagen (wir weit ist ein Schritt) und die eigenen Algorithmen die unter anderem Daten des Accelerometers und des GPS -Moduls auslesen. Je mehr Schritte umso größer der Unterschied. Allerdings ist die Abweichung innerhalb eines Systems konsistent.

Puls- und Herzfrequenzzähler
Die größten Abweichungen gibt es bei den Puls- und Herzfrequenzmessungen. Dabei schneiden alle Geräte schlechter ab die über das Armband den Puls messen, auch Smartuhren wie die Apple Watch. Wer hingegen einen Brustgurt benutzt, bekommt durchaus brauchbare Daten der Herzfrequenz. Achtung: Damit wird nicht der Blutdruck gemessen, lediglich der Herzschlag!

Kalorienverbrauch
Man muss bei den meisten Geräten über eine App sein Alter, Geschlecht und Gewicht eingeben. Daraus wird dann ein durchschnittlicher Kalorienverbrauch berechnet. Auch hier gibt es Abweichungen, zum einen weil die Daten die vom Armband aufgezeichnet werden bereits fehlerhaft sind, zum anderen aber auch weil die App falsch berechnet.

Dennoch sind Fitnessarmbänder nicht nutzlos. Sie können zum einen motivieren, bestimmte Ziele zu erreichen (10.000 Schritte am Tag), zum anderen zeigen sie die meisten Daten auch nicht völlig falsch an. Lediglich die Pulsmessung ist mehr ein Spaß als eine medizinische Anzeige und wer Herzprobleme hat sollte sich niemals darauf verlassen.

Author emma
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Categories Technologien